
Die Pflegekosten in Ungarn und Tschechien steigen moderat und bleiben im Vergleich zu Deutschland deutlich günstiger. Die Einsparungsmöglichkeiten bei einem Aufenthalt in einem ungarischen oder tschechischen Pflegeheim sind die letzten Jahre sogar noch größer geworden und werden auch die kommenden Jahre zu sehr deutlich günstigeren Eingenanteilen führen.
In Ungarn liegen die Kosten in nichtstaatlichen Pflegeheimen meist zwischen 1800 und 2.500 Euro. Mit ähnlichen Kosten warten Privatanbieter in Tschechien auf.
In der Regel erhalten Krankenversicherte aus Deutschland bei einem Umzug nach Ungarn oder Tschechien das Pflegegeld für die sogenannte selbstbeschaffte oder häusliche Pflege.
Die o.g. Kosten in Ungarn und Tschechien reduzieren sich dann, je nach Pflegegrad nochmals um 347 bis 990 Euro monatlich.
Der selbst aufzubringende Anteil beträgt in einem Zweibettzimmer in einem Pflegeheim in Ungarn und Tschechien so zwischen circa 1150 uns 1350 Euro während der Eigenanteil in Deutschland im Durchschnitt bei 3.200 Euro liegt.
• Kosten: Die Kosten sind deutlich geringer als in Deutschland.
• Qualität: Die Pflegequalität ist hoch, und die Betreuung ist oft persönlicher und intensiver als in vielen deutschen Einrichtungen.
• Leistung: Es wird eine umfassende Pflege inklusive Unterkunft, Verpflegung und Betreuung geboten.
Die Pflegekosten in Deutschland steigen weiterhin drastisch, wobei die Eigenanteile für einen Platz im Pflegeheim Anfang 2026 im Bundesdurchschnitt auf über 3.200 Euro monatlich im ersten Jahr angestiegen sind.
Hauptkostentreiber sind gestiegene Personalkosten, Unterkunft und Verpflegung, was trotz gesetzlicher Leistungszuschläge zu einer massiven finanziellen Mehrbelastung für Pflegebedürftige führt.
• Eigenanteil im Heim: Die monatliche Zuzahlung im ersten Jahr stieg von rund 2.660 € Mitte 2023 auf über 3.100 € Mitte 2025 und erreichte Anfang 2026 einen Durchschnittswert von ca. 3.245 €.
• Regionale Unterschiede: Es gibt ein starkes Gefälle. Bremen (bis zu 3.637 €) und Nordrhein-Westfalen sind sehr teuer, während Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern günstigere Konditionen bieten.
• Kostentreiber: Höhere Tarife für Pflegekräfte, gestiegene Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionsumlagen.
• Leistungszuschläge: Seit 2022 übernimmt die Pflegeversicherung einen gestaffelten Zuschuss zum Eigenanteil, der mit der Dauer des Heimaufenthalts steigt.
• Beitragssatz: Aufgrund steigender Ausgaben (über 68 Mrd. Euro im Jahr 2024, ein Plus von 15,1%) wurde der Beitragssatz zur Sozialen Pflegeversicherung zum 1. Januar 2025 auf 3,6 % (mit einem Kind) angehoben.
• Zukunft: Die langfristige Finanzierung der Pflege bleibt eine große Herausforderung, da die Zahl der Leistungsempfänger auf über 5,6 Millionen gestiegen ist. Es ist von weiteren Preissteigerungen in den nächsten Jahren auszugehen da die geburtenstarken Jahrgänge, die jetzt zu Rentenbeziehern werden, die Zahl der Pflegebedürftigen stark anstiegen lässt.
Es lohnt sich also das Leistungspaket eines Seniorenheims in Tschechien und/oder Ungarn mit dem Kosten-Nutzenangebot in Deutschland zu vergleichen.
© Artur Frank